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Schmerzliches Verlangen

von Donna Grant

Übersetzt von: Corinna Wieja
Originaltitel: The Craving
Erscheinungsdatum: Mai 2014

(1. Band der „Teufelskerle von Schottland“-Reihe)

DIE SEHNSUCHT NACH FREIHEIT
Verflucht und in einem Spiegel gefangen besteht Ronan Galts gesamte Existenz nur noch aus völliger Dunkelheit und unstillbarem Verlangen. Den Glauben an die Liebe hat er längst verloren. Als er endlich wieder ins Licht gelangt, gerät sein Misstrauen gegenüber Frauen durch die schöne, starke Meg gehörig ins Wanken. Nur wahre Liebe kann ihn endgültig von seinem Gefängnis befreien. Als er dies erkennt, ist es schon fast zu spät, die Frau seines Herzens zu gewinnen, denn der Spiegel zieht ihn unerbittlich zurück in seinen Bann …

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Schottische Highlands
Sommer 1427

Ronan Galt zügelte sein Pferd auf dem Gipfel des Hügels und ließ den Blick über die majestätische Landschaft der rauen Highlands schweifen. Im Tal entdeckte er seine drei Freunde und ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.

Mit leichtem Druck der Knie trieb er den Hengst im Galopp den Abhang hinunter, wobei er geschickt den aus dem Boden ragenden Felsen auswich.

„Na endlich”, murrte Stefan, als Ronan sich ihnen anschloss.

Ronan zog die Brauen hoch. „Du solltest noch ein wenig an deinem Charme feilen, mein Freund. Heute Abend werden wir die Gesellschaft schöner Frauen genießen. Du bist besser beraten, wenn du sie mit einem Lächeln und schmeichelnden Worten umgarnst, statt mit einer gerunzelten Stirn und mürrischen Blicken.”

Alle lachten, bis auf Stefan, der die braunen Augen verdrehte.

„Aye, von dieser Ana hast du uns ja oft genug erzählt”, sagte Daman und lenkte sein Pferd neben Ronans. „Bring mich zu ihr, damit ich mich mit eigenen Augen von ihrer Schönheit überzeugen kann.“

Ronan schenkte ihm einen finsteren Blick. „Willst du sie mir ausspannen?“

Daman grinste und in seinen Augen blitzte ein amüsiertes Funkeln. „Oho, ist sie etwa so hübsch?“

„Wag es bloß”, forderte Ronan den Freund nur halb im Scherz heraus.

Morcant strich sich die langen, sandblonden Haare aus dem Gesicht. „Sei auf der Hut, Ronan. Wenn du es dir mit einer Frau vom fahrenden Volk verdirbst, wird sie dich verfluchen. Ich weiß nicht, ob wir uns mit solchen Leuten einlassen sollten.“

Lachend tätschelte Ronan seinem nervös tänzelnden Hengst den Hals. „Aber wenn Ana mir doch so bereitwillig ihre Gunst schenken will, wie könnte ich ihr da widerstehen? Kommt, stürzen wir uns ins Vergnügen.“

Er stieß einen kurzen Pfiff aus und sein Pferd preschte davon. Er wartete nicht auf seine Freunde; er wusste auch so, dass sie ihm folgten.

Zehn Jahre zuvor hatten sie sich bei den Highland-Spielen kennengelernt, bei denen ihre vier Clans gegeneinander antraten. Seitdem trafen sie sich regelmäßig zu gemeinsamen Unternehmungen und waren inzwischen so unzertrennlich wie Brüder. Mit jedem Jahr wurde das Band ihrer Freundschaft noch stärker.

Ronan sah über die Schulter, und wie erwartet, stürmten die anderen hinter ihm her und versuchten, ihn einzuholen. Er trieb seinen Hengst weiter an. Der Wind blies ihm ins Gesicht und der Boden verwischte unter dem schnellen Hufschlag des Pferdes.

Einer nach dem anderen schlossen die Männer zu ihm auf. Ronan zügelte sein Pferd, und als sie im Trab nebeneinander herritten, stellte er fest, dass sich sogar in Stefans Gesicht ein Ausdruck zeigte, den man mit etwas gutem Willen als Lächeln bezeichnen konnte.

Unvermittelt entdeckte Ronan auf einem der Hügel zwei Reiter und stieß ein unwirsches Knurren aus. Selbst von Weitem erkannte er den Tartan seines Clans. Da er der Neffe des Laird war, wunderte es ihn allerdings wenig, dass er unter Beobachtung stand.
Die Freunde durchquerten mehrere Täler und ritten im Schritt einen Hügel hinauf. Oben verharrten sie und blickten hinunter auf den Kreis der Wagen in dem bewaldeten Tal.

„Ich hab ein ungutes Gefühl“, sagte Daman plötzlich und rutschte unbehaglich im Sattel hin und her. „Wir sollten nicht hier sein.”

Morcants Pferd schüttelte den Kopf, aber er konnte es mit leisen Worten schnell wieder beruhigen. „Meine Lenden verlangen brennend nach einem willigen Weib. Wenn du nicht willst, Daman, dann lass es bleiben. Mich aber wirst du nicht davon abbringen.“

„Und mich auch nicht“, stimmte Ronan zu. Gewöhnlich hätte er Damans Bedenken nicht so leichtfertig abgetan, aber inzwischen war er bereits an vier aufeinanderfolgenden Tagen im Lager gewesen und jedes Mal unbehelligt wieder gegangen.

Nach einem kurzen Augenblick des Schweigens gab auch Stefan nickend seine Zustimmung.

Ronan ritt als Erster den Hügel hinunter. Eine junge Schönheit mit langem schwarzen Haar und leuchtend buntem Rock kam freudig auf ihn zugelaufen. Er zügelte sein Pferd und sprang lächelnd aus dem Sattel, als Ana sich ihm auch schon in die Arme warf.

Er fing sie auf und gab ihr einen Kuss. Ah, sie hatte höchst verführerische Lippen, die ihn mühelos in Ekstase versetzen konnten.

„Ich habe dich vermisst“, sagte sie mit starkem fremdländischen Akzent.

„Tatsächlich?“, fragte er zwinkernd, ehe er sich zu seinen Begleitern umdrehte. „Ana, das sind meine Freunde Daman, Morcant und Stefan“, stellte er einen jeden mit einem Fingerzeig vor.

Mit strahlendem Lächeln streckte sie einen Arm aus. „Willkommen in unserem Lager.“

Morcant stieg als Erster ab. Er ließ die Zügel fallen, damit sein Pferd grasen konnte, und ging zwischen zwei Wagen hindurch zur Mitte des Lagers.

Stefan folgte ihm gleich darauf. Ronan bemerkte den unschlüssigen Ausdruck in Damans Gesicht. Nach einer Weile rutschte auch er aus dem Sattel, griff sich die Zügel aller vier Pferde und band sie fest.

„Ich halte Wache“, sagte er und setzte sich vor dem Lager an einen Baum.

Ronan schlang einen Arm um Ana und fragte sich, warum Daman plötzlich so großes Misstrauen gegenüber dem fahrenden Volk hegte. Dann rieb Ana ihre üppigen Brüste an ihm und sein schmerzliches Verlangen nach ihr ließ ihn alles andere vergessen.

Ohne einen weiteren Gedanken an seine Freunde zu verschwenden, ließ er sich von ihr zu ihrem Wagen führen. Dort verlor er keine Zeit und entkleidete sie rasch. Sein Körper hungerte nach ihr und Ana war eine leidenschaftliche und bereitwillige Gespielin.

~ ~ ~

Ronan gähnte. Nach den Stunden in Anas Armen fühlte sich sein Körper wohlig befriedigt. Oh ja, die Kleine wusste, wie sie ihm Wonne bereiten konnte. Ein Glück, dass sie sich begegnet waren. Er schloss die Augen und ließ sich von den melodischen Klängen der Geigen einlullen, die vom Lagerfeuer zu ihnen herüberdrangen.

Der Schlaf hatte ihn fast schon übermannt, als er spürte, wie Ana ein Bein über seines legte und sich an ihn kuschelte. Sie schmiegte sich gern so eng wie möglich an ihn.

„Wann werden wir heiraten?”, fragte sie.

Schläfrig kehrte er aus dem Reich der Träume in die Wirklichkeit zurück. „Hmm?” Sicherlich hatte er sich verhört. Sie konnte gewiss nicht von Heirat gesprochen haben. Ihre Beziehung war unverbindlich, beruhte lediglich auf beiderseitigem Vergnügen.
Er sorgte dafür, dass sie zahlreiche Höhepunkte erlebte. Genügte ihr das denn nicht? Von Heirat — oder jeglicher längerfristigen Bindung — war niemals die Rede gewesen. Das wusste er mit Sicherheit.

„Heirat, Ronan“, sagte sie, wobei sie das R in seinem Namen rollte.

Jäh war er hellwach. Ihm war zumute, als ob eine eiserne Fessel ihm die Brust abschnürte. Sein Herz hämmerte wild und das Blut rauschte ihm in den Ohren. Heirat war für ihn ein Tabuwort und er nannte es auch nie. Eine Ehe kam für ihn nicht infrage.

Niemals.

Er tat so, als schliefe er, in der Hoffnung, Ana würde die Sache dann auf sich beruhen lassen. Es kostete ihn große Mühe, an Ort und Stelle zu verweilen und nicht aufzuspringen und das Weite zu suchen.

Den Gedanken an eine Hochzeit musste er ihr unbedingt ausreden. Danach würde er warten, bis sie eingeschlafen war, und gehen. Um niemals wieder zu ihr zurückzukehren.

Vielleicht hätte er besser auf Daman gehört und Ana an diesem Abend nicht besucht.

Sie stupste ihn lachend an. „Wach auf, Ronan. Du bist jetzt fünf Nächte hintereinander zu mir gekommen. Du hast mein Bett mit mir geteilt. Du hast die Speisen gegessen, die ich gekocht habe. Es ist an der Zeit, mit meiner Familie über deine Absichten zu sprechen.“

Absichten? Er hegte die Absicht, aufzustehen und zu gehen. Aye. Und das rasch. Wie war er nur in diesen Schlamassel hineingeraten? Er hatte angenommen, bei einer Affäre mit einer Frau vom fahrenden Volk blieben ihm Gespräche über Eheabsichten erspart. Ein schwerwiegender Irrtum, wie sich herausstellte.

„Ronan“, wiederholte sie lauter.

Er öffnete ein Auge und tat so, als sei er eben erst aufgewacht. „Ja?“

„Wirst du morgen mit meinen Leuten sprechen und mich deiner Familie vorstellen?“

„Nein, süße Ana“, sagte er und schloss die Augen mit vorgetäuschtem Gähnen. Sie hatte ihm in den vergangenen Tagen so viel Wonne bereitet, daher wollte er ihr die schlechte Nachricht schonend beibringen, sie vielleicht noch einmal verwöhnen, bevor er ging. Vielleicht war es besser, zu einer Lüge zu greifen. Ja, eine Lüge. Irgendeine Ausrede, die es ihm ersparte, über seine Familie zu reden oder über seine Vergangenheit — oder seine Abneigung gegenüber einer Ehe.

„Ich bin einer anderen versprochen.“

Das Bett wackelte, als sie sich auf den Rücken drehte und aufrichtete. Hatte er sich mit einer solch kleinen Schwindelei aus dieser Eheangelegenheit herauslavieren können? Ronan hoffte es.

Er hörte, wie sie in dem kleinen Wagen umherlief. Ein schneller Blick verriet ihm, dass sie ihre Kleider einsammelte. Er wollte warten, bis sie den Wagen verlassen hatte, und sich anschließend still und heimlich aus dem Staub machen. Diesen Plan hegte er zumindest, bis sie angezogen auf die Kante des schmalen Bettes sank und zu weinen anfing.

Oh, wie waren ihm Frauen verhasst, die ihren Willen mit Tränen durchzusetzen versuchten. Seine Mutter und Schwester hatten oft genug zu dieser List gegriffen; aus diesem Grund war er auch gegen derlei Manipulation gefeit. Sein Verlangen nach Ana löste sich umgehend in Luft auf und wandelte sich in Abneigung.

Wieder einmal hatte eine Frau versucht, ihn zu benutzen.

Es war ihr gelungen, ihn mit ihren Reizen in ihr Bett zu locken, aber nicht in die Ehe. Und da das nicht funktionierte, ließ sie nun, wie alle Frauen, die Tränen fließen.

„Ich liebe dich, Ronan“, murmelte Ana.

Er kniff die Augen zusammen. Ein Teil von ihm — ein grausamer, boshafter Teil — wollte ihr sagen, dass so etwas wie Liebe nicht existierte. Liebe war nur ein Werkzeug, benutzt von Frauen, um Männer einzufangen. Sein Vater war in diese Falle getappt, ebenso wie sein Schwager.

Ronan hatte noch versucht, seinen Schwager zu warnen, aber der liebesblinde Narr glaubte tatsächlich, Ronans Schwester sei ihm aufrichtig zugetan. In Wahrheit liebte sie nur sein Geld.

Eine Erinnerung aus seiner Jugend schoss ihm durch den Kopf. Er war Zeuge eines Streits zwischen seinen Eltern geworden. Sein Vater hatte seine Liebe geschworen, worauf seine Mutter ihn auslachte. Seitdem wusste Ronan, dass Liebe bloß ein Wort war, völlig bedeutungslos und jeglicher Gefühle entbehrend, über die Poeten schrieben oder Barden sangen.

Scharf atmete er aus, stieg aus dem Bett und griff sich seinen Kilt. „Ich denke, ich gehe besser.“

„Keine Heirat?“, fragte Ana mit verweintem Gesicht.

Ronan schüttelte kurz den Kopf und legte den Kilt an. Laut schluchzend lief Ana aus dem Wagen. Er stieß einen tiefen Atemzug aus und schlüpfte in die Stiefel. Danach gürtete er sich das Schwert um die Hüften und suchte seine Tunika.

Im selben Moment, als er sie fand und anziehen wollte, hörte er einen lauten, durchdringenden Schrei, der von abgrundtiefer Seelenqual zeugte.

Ronan ließ die Tunika fallen und sprang aus dem Wagen, die Hand kampfbereit an das Schwert gelegt, bereit das Lager zu verteidigen, gleich wer oder was den Aufruhr verursacht hatte.

Er schaute sich nach der Bedrohung um, entdeckte jedoch nur Daman an seinem Wachposten in der Nähe der Wagen. Mit entsetzter Miene blickte sein Freund an ihm vorbei. Ronan drehte sich um und erkannte die alte Frau, Ilinca, die sich oft in Anas Gesellschaft aufhielt. Sie starrte auf etwas im Gras.

Ronan machte einen Schritt auf sie zu und blieb gleich darauf abrupt stehen, als er Anas rosa-blau gestreiften Rock erkannte. Selbst im dämmrigen Abendlicht gab es keinen Zweifel, dass es sich bei den dunklen Flecken im Gras um Blut handelte.
„Was zum Teufel!”, rief Morcant, während er, den Kilt gürtend, aus einem Wagen stürmte.

Die unbeschwerte Nacht des Vergnügens, die Ronan mit seinen Freunden hatte verbringen wollen, schien plötzlich in so weite Ferne gerückt wie die Sterne am Himmel. Es drängte ihn, zu Ana hinüberzugehen, aber da ihr ein Dolch aus dem Bauch ragte — und ihre Hand darum geschlossen war — sollte er wohl besser schleunigst verschwinden.

Ihre Familie würde sicher ihm die Schuld für ihren Selbstmord geben. Und all das nur, weil er Ana nicht zur Frau nehmen wollte.
„Ronan“, rief Stefan drängend. Er war von einer Gruppe Männer mit Waffen in der Hand umringt.

Es gab kein Entkommen. Wenn Ronan lebend davonkommen wollte, würden er und seine Freunde sich ihren Weg freikämpfen müssen.

Doch ehe er sein Schwert ziehen konnte, stieß Ilinca einen Schrei aus und richtete einen knochigen Finger auf ihn. Ronan stand wie gelähmt, unfähig sich zu bewegen oder zu sprechen.

Unverständliche Worte sprudelten aus Ilincas Mund, ihr faltiges Gesicht war zu einer Maske aus Trauer und Wut verzerrt. Obwohl er nicht verstand, was sie sagte, wusste Ronan, dass ihre Worte nichts Gutes verhießen. Irgendwie sorgte sie dafür, dass er sich nicht von der Stelle rühren konnte.

Morcant stand jedoch nicht unter ihrem Bann. Mit erhobenem Schwert lief er auf Ilinca zu. Die alte Frau aber ließ auch ihn im Lauf erstarren.

Zorn flammte in Ronan auf, er konnte ihn jedoch nicht zum Ausdruck bringen. Sein Körper gehorchte ihm nicht mehr; nur die Augen konnte er noch umherschweifen lassen. Verzweifelt versuchte er, Stefan und Daman durch stumme Blicke mitzuteilen, dass sie sich aus dem Staub machen sollten. Er hätte jedoch wissen sollen, dass seine Freunde ihn niemals im Stich lassen würden.

Die immer präsente Wut explodierte in Stefan und er sprang über das Feuer. Einen Kampfschrei ausstoßend, der seinem Clan alle Ehre gemacht hätte, hechtete er auf Ilinca zu. Erneut benutzte die alte Frau ihre Zauberkräfte und hielt ihn mühelos auf.

Sie drehte sich um und Ronan stellte fest, dass auch sein Blick sich wie gezogen auf Daman richtete. Sein Freund sah zu Boden, atmete tief ein und überquerte mit zielstrebigen Schritten eine unsichtbare Barriere ins Lager.

Sofort explodierte in Ronans Kopf ein brennender Schmerz. Er presste die Augen zusammen, aber er konnte die Qualen nicht ausblenden. Sie schienen ihn regelrecht zu verschlingen.

So schnell er gekommen war, so schnell verschwand der Schmerz auch wieder. Als Ronan die Augen öffnete, empfing ihn nichts als Schwärze. Kein Geräusch, keine einzige Bewegung, nichts nahm er mehr wahr.

„Das ist für meine Ana“, verkündete Ilincas körperlose Stimme in ihrem starken Akzent plötzlich von irgendwoher. „Du hast ihren Tod verschuldet, so als hättest du die Klinge selbst geführt. Dafür verfluche ich dich, Ronan Galt. Du wirst hierin gefangen sein, bis die Zeit kommt und du dir deine Freiheit verdient hast.“

Ronan drehte sich erst in die eine, dann in die andere Richtung. Er lief, bis er nicht mehr laufen konnte, wandte sich anschließend in eine andere Richtung und lief wieder meilenweit. Doch überall bot sich ihm derselbe Anblick.

Nichts als Schwärze.

Wo waren Daman, Morcant und Stefan? Wie sollte er sich seine Freiheit verdienen? Er fürchtete die Stille, fürchtete das Schweigen. Mehr noch als alles andere fürchtete er jedoch die Einsamkeit …